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Glossar -Geschäftsberichte-

Das folgende Glossar wurde erstellt, um die Welt des Geschäftsberichtes schnell durchschauen zu können

Aktiva: bezeichnet alle Vermögenswerte eines Unternehmens. Es wird unterteilt in Anlagevermögen und Umlaufvermögen.

Anhang: enthält meist weitere detaillierte Informationen.

Anlagevermögen:

- Sachanlagen (u.a. Grundstücke, Gebäude, Maschinen)
- Finanzanlagen (u.a. Beteiligungen, Darlehen)
- immaterielle Anlagewerte (u.a. Patente, Lizenzen)

Bilanz: gibt Auskunft, welches Vermögen das Unternehmen hat, ob und wie hoch es verschuldet ist.

Bilanzsumme: errechnet sich aus der Summe aller Aktiva und Passiva.

Eigenkapital:
- gezeichnetes Kapital (Grundkapital, Ansprüche der Aktionäre: der Betrag, mit dem ein Aktionär tatsächlich am Unternehmen beteiligt ist, bei Nennwertaktien früher oft fünf Mark je Aktie)
- Kapitalrücklage (Differenz, die entsteht, wenn beim Börsengang oder einer
Kapitalerhöhung eine Aktie zu einem Preis ausgegeben wird, der über dem Nennwert liegt)
- Gewinnrücklagen (einbehaltene Gewinne früherer Jahre)

Erträge: die Einnahmen aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen.

Erträge, außerordentliche: entstehen, wenn ein Unternehmen Beteiligungen oder Sachanlagen veräußert.

Fremdkapital:
- Rückstellungen (Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern, deren Höhe und
Fälligkeitstermin noch nicht feststeht, z.B. Pensionsansprüche)
- Finanzverbindlichkeiten (v.a. Kredite)
- übrige Verbindlichkeiten (v.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen)

Gewinn- und Verlustrechnung: sagt aus, wie die Geschäfte im letzten Quartal, Halbjahr oder Jahr gelaufen sind – Erträge stehen Kosten gegenüber (siehe Exkurs im Anschluß an das Glossar).

Jahresabschluss: besteht aus drei Teilen: der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang.

Passiva: meint das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten des Unternehmens. Es wird unterteilt in Eigenkapital und Fremdkapital.

Umlaufvermögen:
- Vorräte (u.a. Rohstoffe)
- Forderungen (offene Rechnungen, Außenstände)
- Wertpapiere (z.B. Aktien und Anleihen)
- Zahlungsmittel (z.B. Kontoguthaben)

Umsatz: ist die Summe aller Erlöse, die sich aus dem Warenverkauf oder der Bezahlung von Dienstleistungen ergeben.

Exkurs: Gewinn oder Verlust?
Die Gewinn- und Verlustrechnung (GUV) listet alle Erträge und Aufwendungen des abgelaufenen Geschäftsjahres (bzw. -halbjahres oder -quartals) auf. Sind die Erträge höher als die Kosten, gibt es einen Gewinn, andernfalls einen Verlust. Unter den Kostenfaktoren findet sich auch immer der Posten Abschreibung. Grundsätzlich können Unternehmen die Kosten ihrer Betriebsmittel von der Steuer absetzen. Die Kosten großer Anschaffungen (z.B. Maschinen) müssen aber über mehrere Jahre verrechnet werden, sie können also nicht auf einen Schlag abgeschrieben werden. Die Wertminderung der Anschaffung wird also über einen mehrjährigen Nutzungszeitraum verbucht.

Vereinfacht lässt sich eine Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt darstellen:

Umsatzerlöse
- minus Materialaufwand
- minus Personalaufwand
- minus allgemeine Aufwendungen (die den verkauften Produkten nicht direkt zugeordnet werden können)
- minus Abschreibungen
- gleich Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT)
- plus Finanzergebnis (Zins- und Dividendenerträge abzüglich Kreditkosten)
- plus außerordentliches Ergebnis (z.B. Gewinne durch Verkauf von Unternehmensteilen oder Verlust durch Produktionsausfall)
- minus Steuern
- gleich Jahresüberschuss (oder -verlust)